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Geschrieben von Holger Schupp
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Samstag, 25. März 2006 |
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Die "Dicke Buche" oder das was von ihr übrig ist, befindet sich unweit des Sportplatzes in Richtung Neuhäusel. Sie ist ca 250 Jahre alt. Leider mußte die Krone des Naturdenkmales im Jahre 1989 zur Gefahrenabwehr gekappt werden. Vor dieser Zeit hat im Sommer regelmäßig bis in die Mitte der 80er Jahre der Männergesangverein sein Waldfest im Schatten des Baumes abgehalten. Am Geländer, das den Torso umgibt befindet sich ein Schild mit einer Inschrift in Form der Buche. Der Text des Schildes lautet:  Tafel an der Umrandung Die dicke Buche
Diese über 250 Jahre alte "Dicke Buche" war 25 Meter hoch, und ihre Krone überschirmte bei einem Durchmesser von 16 Metern eine Fläche von mehr als 200 qm. Rund 1 Million Blätter mit 2000 qm Blattfläche verdunsteten an sonnigen Tagen 50 - 70 Liter Wasser und erhöhten damit die relative Luftfeuchtigkeit unter dem Baum um 10 %. Mit ihrer Krone produzierte sie jede Stunde am Tag fast 2 kg Sauerstoff. Das entspricht dem Tagesbedarf von 65 Menschen. Die "Dicke Buche" war ein hervorragender Staubfilter und band Bakterien, Viren und Abgase. Auf das alte Bundesgebiet fallen jährlich bis zu 1 Million Tonnen Staub und Ruß, was der Ladung von 350.000 LKW's mittlerer Größe entspricht. Ein Hektar Buchenwald, rund 400 Bäume, vermag jährlich eine Tonne Staub zu filtern. Die "Dicke Buche" trug zur Luftverwirbelung bei. Sie bot Windschutz und spendete Schatten. Die Luft unter ihr wurde bis zu 5 Grad abgekühlt. Im Jahre 1988 zeigten sich kaum noch Knospenansätze. Im Frühjahr trieb kein Blattwerk mehr aus. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos! In Zusammenarbeit mit der Unteren Landespflegebehörde beim Westerwaldkreis und der Freiwilligen Feuerwehr Wirges mußte das Forstamt Neuhäusel zur Gefahrenabwehr im Herbst 1989 die weit ausladenden Kronenäste entfernen. Um die "Dicke Buche" zu ersetzen, müßte man ca. 3000 junge Bäume pflanzen. Der Torso soll deutlich machen das dieses ehemalige Naturdenkmal den Menschen lebenswichtigen Nutzen brachte. Er bleibt bis zu seinem biologischen Zerfall laut Beschluß des Gemeinderates Simmern stehen. In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 2005 fiel der Torso in einem leichten Sturm um. Die Feuerwehr entfernte die Teile, die auf die Straße gefallen waren. Der Rest bleibt bis zu seinem biologischen Zerfall liegen.
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. März 2006 )
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